29 Juli 2023

Hochkönig - 2.941 m - aber eben nur fast

Nun ja, das liebe Wetter in den Alpen. Früh in die Prognose geschaut, welche ab 15 Uhr Gewitter angekündigt hat. Also sollte es zeitig zum Hochkönig gehen, mit 2.941 m der höchste Gipfel in den Berchtesgardener Alpen. Der Anstieg von der Unterkunft über Arthurhaus (1.500 m) und Mitterfeldalm (1.670 m) war schnell erledigt. Ab da wurde es aber zunehmends steiniger und der Weg zog sich ewig. Auf einer Höhe von gut 2.650 m waren es von hier immer noch ca. eine Stunde bis zum Gipfel und ich entschied mich hier umzukehren. Kommen wir nämlich wieder zum Wetter, die Wolken wurden dunkler, kälter und es tröpfelte leicht. Die angesagten Gewitter kamen aber erst gegen 18 Uhr. So ist das eben manchmal - Sicherheit geht immer vor.

Das Wetter war morgens schon durchwachsen

Beim Anstieg dann mal heiter

Am Umkehrpunkt, Tiefblick etwa 1.600 m hinunter nach Dienten und Mühlbach

In der Blockhalde rückzu, im Hintergrund die imposante Torsäule

Tiefster Punkt: Appartementhaus Hochkönig (1.350 m)

Höchster Punkt: Irgendwo auf dem Hochkönig Normalanstieg (2.650 m)

Höhenmeter: 1.300 m (durchschnittliche Steigung 17,5 %)

Gelaufene Strecke: 14,9 km

Dauer: 6,5 h

Hütte/ Einkehr: Arthurhaus am Start und Ende/ unterwegs Mitterfeldalm

Fazit: Die Tour wird ab dem Arthurhaus mit etwa 20 km angegeben. Mit ausreichender Kondition ist diese als Tagestour machbar (alternativ Übernachtung direkt im Matrashaus auf dem Gipfel). Allerdings zieht sich der Anstieg über große Geröllhalden ohne Ende und sollte von daher nicht unterschätzt werden. Der Hochkönig bildet einen der eigenständigsten Gipfel in den Alpen. Man bewegt sich also im hochalpinen Gelände.

28 Juli 2023

Eisriesenwelt - die größte bekannte Eishöhle - mit Mütze und Handschuhen

Nach dem gestrigen Gipfeltag entschied ich mich, eine Pause von vielen Höhenmetern zu machen. Entdeckt wurde die Höhle erst 1879. Mit über 40 km Länge ist sie mit allen Quergängen die größte Eishöhle der Welt. Im Frühjahr einsickerndes Schmelzwasser erstarrt durch die kalten Temperaturen zu Eis, so dass Jahr für Jahr neue Eisschichten hinzu kommen. Der Eintritt ist mit 35 € (Online-Ticket 2023) nicht ganz günstig. Vom Parkplatz in Werfen fährt ein Shuttlebus zum Besucherzentrum. Von dort muss man etwa 20 Minuten laufen und etwa 100 Höhenmeter bis zu einer Seilbahn zurücklegen. Diese fährt dann in 3 Minuten auf gut 1.500 m und es steht ein weiterer kurzer Marsch über etwa 150 Höhenmeter an. In der Höhle sind Holzwege und 1.400 Stufen zu überwinden.

Am Eingang der Höhle

Licht gibt es nur über alte Bergmannslampen



Von der Seilbahn muss ein kurzer Anstieg überwunden werden

Fazit: Alternative für Regentage und eben nicht ganz billig. Touristisch gut besucht, aber der Ablauf ist ordentlich organisiert. Ein Online-Ticket ist zu empfehlen, da es billiger ist und es gibt keine Wartezeiten. Etwas Ausdauer ist beim Anstieg und auch in der Höhle notwendig. Warme Sachen und festes Schuhwerk nicht vergessen.

27 Juli 2023

Schneebergkreuz - 1.938 m - nach dem Regen ist vor dem Gipfel

Nach 2 Tagen intensiven Regens sollte es mal wieder höher hinaus gehen. In Mühlbach unterhalb des imposanten Hochkönigs war Start am Parkplatz der Karbachalmbahn. Über großteils gut markierte Waldwege erfolgte der Anstieg eben zur Karbachalm und weiter zum Gipfel des Schneebergkreuzes. Von dort eröffnete sich ein doch überraschender Rundumblick bis zum Großglockner, Kitzsteinhorn und Dachstein. So hoch ist der Berg im Vergleich zu manch anderen Gipfeln ja dann eben auch nicht.

Beim Anstieg mit Blick hinunter auf Mühlbach

Der aus der Nacht angezuckerte Hochkönig (2.941 m)

Das Gipfelkreuz mit Spendenbox der Bergrettung, selbstverständlich nun 2 € mehr drin

Ein doch wolkenverhangener, aber guter Blick auf den verschneiten Alpenhauptkamm

Über urige Waldwege ging es hinauf und wieder hinunter

Tiefster Punkt: Parkplatz Karbachalmbahn (920 m)

Höchster Punkt: Schneebergkreuz (1.938 m)

Höhenmeter: 1.018 m (durchschnittliche Steigung: 19,6 %)

Gelaufene Strecke: 10,2 km

Dauer: 4 h

Hütte/ Einkehr: Café Talstation der Bergbahnen am Start und Ende/ unterwegs Karbachalm

Fazit: Ein doch recht mühsamer Anstieg, gerade nach dem Regen, bei aufgeweichten Boden bis zur Karbachalm. Alternativ kann auch die Seilbahn genommen werden (nicht täglich geöffnet). An der Bergstation ist ein Almspielplatz, der für Kinder eine passende Abwechslung darstellt. Der Gipfel ist ein schöner Aussichtspunkt und somit auch (bei Seilbahnbetrieb) für Familien zu empfehlen.



23 Juli 2023

Formel 1 Grand Prix von Ungarn - Auszeit von der Auszeit - 21. bis 23. Juli 2023

Der Magyar Nagydíj (GP von Ungarn) war 1986 der erste Große Preis im Formel 1-Zirkus in einem kommunistischen Land während des Kalten Krieges. Berühmte Namen wie Senna, Schumacher oder eben auch Vettel oder Verstappen konnten dabei ganz oben auf dem Podest stehen. Seit nun 3 Jahren ist das Wochenende am legendären Hungaroring nordöstlich von Budapest fest im Kalender eingetragen. Die ungarische Hauptstadt mit seinen gut 1,7 Millionen Einwohnern bietet abends dafür noch passende Locations, um die anstrengenden Tage auf der Rennstrecke ausklingen zu lassen.





18 Juli 2023

Ferlacher Spitze - 1.742 m - bei Saunatemperaturen in den Karawanken

Die nächtlichen Gewitter haben dafür gesorgt, dass sich der Tag anfühlte als ob man eine Open-Air-Sauna besucht. Ursprünglich sollte es auf den Mittagskogel (slowenisch Kepa) gehen - mit 2.145 m einer der höchsten Berge in den westlichen Karawanken. Doch der hüllte sich den ganzen Tag in ein Wolkenmützchen. Also entschied ich mich um und wanderte zunächst auf die Bertahütte. Dort führte ein Pfad auf die nahe Ferlacher Spitze in etwa 30 Minuten. Von dort oben hat man einen tollen Blick auf Villach und im Osten auf den Wörthersee bis Klagenfurt. Von Tirol her kündigten sich erneut schwere Unwetter an, so dass der Abstieg etwas flotter erfolgen musste. Die Abkühlung von 34 auf 18 Grad war dann auch bitter notwendig.

Kurze Einkehr in der Bertahütte (1.567 m)

Das Gipfelkreuz der Ferlacher Spitze

Panoramablick ins Drautal, rechts im Dunst der Wörthersee

Der benachbarte Mittagskogel mit seinem Wolkenmützchen

Beim Abstieg durch den Wald mit Blick zum Faaker See

Tiefster Punkt: Kopein (800 m)

Höchster Punkt: Ferlacher Spitze (1.742 m)

Höhenmeter: 942 m

Gelaufene Strecke: 12,3 km (durchschnittliche Steigung: 15,3 %)

Dauer: 3,5 h

Hütte/ Einkehr: unterwegs Bertahütte

Fazit: als gemütliche Tagestour zu empfehlen, Anstieg bis Bertahütte aber doch recht ziehend, für Anfänger geeignet



14 Juli 2023

Saile (Nockspitz) - 2.404 m - 4 Gipfelkreuze an einem Tag

Die Saile ist ein Aussichtsberg oberhalb der Orte Axams und Götzens westlich von Innsbruck. Der Anstieg erfolgte gemütlich über gute Wege. Vom Gipfel hat man einen guten Blick ins Stubai- und Inntal sowie zum Olperer am Ende des Zillertals. Über einen Vorgipfel (ebenfalls mit Gipfelkreuz) ging es weiter zur Pfriemeswand (2.100 m), der doch teils ausgesetzt und mit Seilen versichert ist und weiter zur Zwölferspitze (2.098 m) und abschließend zum Birgitzköpflhaus.

Zwischen Pfriemeswand und Saile

Auf dem Gipfelkreuz der Pfriemeswand mit Blick auf Innsbruck

Das Gipfelkreuz der Saile (Nockspitz)

Etwas ausgesetzter geht es von der Saile zur Pfriemeswand

Teils auch seilversichert

Tiefster Punkt: Parkplatz Axamer Lizum (1.560 m)

Höchster Punkt: Saile (2.404 m)

Höhenmeter: 844 m

Gelaufene Strecke: 6,7 km (durchschnittliche Steigung: 25,2 %)

Dauer 3,5 h

Hütte/ Einkehr: Lizumer Alm am Start und Ende/ unterwegs keine

Fazit: Eine schöne abwechslungsreiche Tour. Bis zum Gipfel unschwierig, beim Abstieg und Übergang zur Pfriemeswand ist Trittsicherheit erforderlich und kann an manchen Stellen bei Nässe auch unangenehm sein.



13 Juli 2023

Patscherkofel - 2.246 m - Sonnenuntergang über Innsbruck

Nach einem Ausflug auf die Timmeljocher Hochalpenstraße ging es noch per Seilbahn (geöffnet donnerstags bis 23 Uhr) auf den Innsbrucker Hausberg. Hier kann man den Sonnenuntergang über den Alpen bestaunen. Von der Bergstation der Seilbahn muss man noch ca. 300 Höhenmeter überwinden. Der Ausblick ist hier überwältigend und eine gute Empfehlung für einen Abend hoch über Innsbruck, auch wenn das Seilbahnticket mit 27 € nicht ganz günstig ist.






Tiefster Punkt: Bergstation Patscherkofelbahn (1.950 m)

Höchster Punkt: Patscherkofel (2.246 m)

Höhenmeter: 296 m

Gelaufene Strecke: 3 km

Dauer: 2 h

11 Juli 2023

Hafelekar - 2.233 m - Top of Innsbruck

Die Innsbrucker Nordkette erhebt sich beeindruckend gut 1.700 m über der Landeshauptstadt Tirols. Bei hochsommerlichen 34 °C selbst in Innsbruck stand heute zunächst der Alpenzoo auf dem Programm. Zwischen den Bäumen fand man auch etwas Schatten. Im Anschluss ging es mit der Standseilbahn auf die Hungerburg und weiter mit zwei Kabinenbahnen auf die Seegrube und zur Bergstation des Hafelekars. Von dort hat man noch machbare, dem Massentourismus erlegene 100 Höhenmeter bis zum Gipfelkreuz des Hafelekars zu überwinden.

Luchs mit Nachwuchs

Steinböcke

Blick auf Innsbruck

Das Gipfelkreuz des Hafelekars

Innsbrucker Klettersteig

09 Juli 2023

Axamer Kögele - 2.097 m - Panoramaberg über dem Inntal

Den nordöstlichen Abschluss der Stubaier Alpen bildet das Axamer Kögele. Vom gleichnamigen Talort Axams ging es etwas wirr durch den Wald und über Skipisten auf eine Forststraße. Diese führte weiter auf den bei über 30 Grad im Tal recht mühsamen finalen Gipfelanstieg. Dort angekommen hat man einen guten Blick in das obere Inntal und nach Innsbruck. Den Abstieg wählte ich kurz entschlossen anders und stieg zum Skigebiet Axamer Lizum ab und fuhr mit dem Bus zurück nach Axams.

Aufstieg über eine Skipiste


Panoramablick ins Inntal, rechts Innsbruck

Das Gipfelkreuz des Axamer Kögele

Abstieg über das Skigebiet Axamer Lizum

Tiefster Punkt: Axams (874 m)

Höchster Punkt: Axamer Kögele (2.097 m)

Höhenmeter: 1.223 m

Gelaufene Strecke: 9,1 km

Dauer: 3 h

Hütte/ Einkehr: am Ende Lizumer Alm, unterwegs keine

Fazit: Der Weg von Axams war anfangs etwas schwierig zu finden, da er nicht mehr bewirtschaftet ist. Ab der Forststraße bzw. Skipiste ist die Richtung klar. Insgesamt aber sehr eintönig, obwohl der Blick von oben in das Inntal schon beeindruckt.



07 Juli 2023

Kaunertal - Alpine Grundausbildung - 2. bis 7. Juli 2023

Die Bergwelt ist vielfältig und kann unter Umständen auch gefährlich werden. Um hier besser gerüstet zu sein, Gefahren einzuschätzen, Können und Erfahrung zu erweitern, habe ich über eine Bergschule in Oberstdorf einen alpinen Grundkurs im schönen Kaunertal am Fuße der Weißseespitze absolviert. Ausbildungsinhalte waren unter anderem Tourenplanung, Wetterkunde, Klettern und Standplatzbau am Fels, Gehen auf Altschnee und Gletschern, Bergen aus Gletscherspalten, Abseil- und Sicherungstechniken, verschiedenste Arten von Knoten sowie Gehen in Klettersteigen.

Sicherung des Nachsteigenden am Fels

Stürze bremsen auf Schnee- und Firnfeldern

Vor- und Nachstieg

Standplatzbau am Fels zum sicheren Stehen

Klettersteiggehen

Abseilübung an Felswänden

Herstellen des Totmannankers für Gletscherspaltenbergung

Richtiges Setzen von Eisschrauben

Werbung und Link zur Bergschule: https://www.oase-alpin.de/