02 Oktober 2025

Rote Wand/ Croda Rossa - 2.818 m - Tief und weit reicht der Blick

Anfang Oktober erhebt sich die Sonne schon merklich flacher über die Berge. Nachtfröste und Schnee, vor allen auf den schattigen Nordhängen, sind in dieser Höhe nicht mehr selten. Die Rote Wand versprach aber einen fantastischen Rundumblick, also Handschuhe in den Rucksack gepackt und los ging es bei -3 °C am Staller Sattel.

Gut markiert, gut ausgeschildert, im Hintergrund der Obersee am Staller Sattel

Der Weg war dabei erstaunlich abwechslungsreich. Immer wieder gab es flache Passagen, dann folgten schattige Abschnitte und mehrmals mussten kleine Bachläufe überquert werden. Beim Aufstieg war dort noch Vorsicht geboten, da alles noch gefroren war. Rückzu hatte die Sonne so gut wie alles aufgetaut.

Der 3.436 m hohe Hochgall rechts verschwindet beim Anstieg kurzzeitig
Nach etwa einer Stunde zeigt sich die Rote Wand erstmals. Der Pfad bog nach etwa 3 km genau in Richtung Gipfel ab. Von anfänglichen Wiesen wechselte das Gelände nun mehr und mehr zum Fels über. In der Spur nahmen die Schneefelder langsam zu. Im finalen Gipfelanstieg war dann etwas Trittsicherheit erforderlich, nichts Besonderes aber in dieser Höhe. Belohnt wurde der Anstieg mit einem fast unbegrenzten Rundumblick - nur der Hochgall gegenüber versperrte die Sicht etwas. Der Blick reichte bis zum Ortler, Großglockner, Großvenediger, 3 Zinnen, Marmolata oder sogar bis zur Wildspitze und Weißkugel. Zu Füßen lag die etwa 1.200 m tiefere Biathlonarena von Antholz. Wie versprochen gab es fantastische Weit- und Tiefblicke.

Panorama vom Gipfel, links der Hochgall, rechts die Lienzer Dolomiten

Auf über 2.800 m war es schon kalt, ein schlichtes Holzkreuz ziert den Gipfel

Eine Scheibe zeigt das umgebende Panorama - sehr hilfreich

Der Obersee - Ausgangs- und Endpunkt der Tour

Tiefster Punkt: Staller Sattel (2.052 m)

Höchster Punkt: Rote Wand (2.818 m)

Höhenmeter: 766 m

Gelaufene Strecke: 11,3 km in 4,25 h (durchschnittliche Steigung 13,6 %)

Mögliche Hütte/ Einkehr: Hexeneggele auf dem Staller Sattel

Fazit: Wer in die Welt der höheren 2.000er eintauchen will, der ist hier genau richtig. Der Weg ist durchgehend breit und gut markiert. Man startet zudem noch auf über 2.000 m und der Parkplatz ist kostenfrei. Jahreszeitbedingt lag auf den letzten 100 Höhenmetern schon etwas Schnee, da helfen beim Abstieg Trekkingstöcke. Ansonsten ist alles kein Problem und der Berg bietet ein super Panorama.

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