30 Mai 2025

Zugspitze - 2.962 m - Top of Germany

Am verlängerten Männertagswochenende stand der höchste Berg Deutschlands auf dem Programm, auf dem ich schon zweimal mit der Seilbahn war. Mit knapp 3.000 m überragt das Zugspitzmassiv die umliegenden Gipfel deutlich. Es war zudem meine erste eigens geplante Tour in einer unbekannten Gruppe.

Blick zurück zur Hochfeldernalm

Schon kurz nach dem Start musste unser erster Gipfelaspirant mit Knieproblemen umdrehen - Wiederholung ist also angesagt. Nach der Hochfeldernalm näherten wir uns beständig mit immer beeindruckender werdenden Ausblicken dem Gatterl.

Am Gatterl - den Übergang von Österreich nach Deutschland

Die Knorrhütte war von hier schon erspäht und für eine Mittagspause ideal, etwa 1 Stunde brauchten wir noch vom Gatterl bis dort hin. Über teils steile Altschneefelder, ausgestattet mit einer guten Trittspur, erforderten kurz erhöhte Konzentration.

Einkehr an der Knorrhütte (2.052 m)

Ab 2.300 m lag Ende Mai noch durchgängig Schnee

Oberhalb der Hütte liegt im Mai noch durchgängig Schnee, so dass wir uns in aufwärtsziehende Karawanen der Reintalroute mit einreihten und passende Möglichkeiten zum Überholen nutzten. Am Sonnalpin fanden wir für den Einkehrschwung ein passendes Plätzchen, die letzten 350 Höhenmeter zum Gipfel wurden mit der Seilbahn zurückgelegt - zu groß war die Lawinen- und Steinschlaggefahr an diesem Tag.


Glücklicherweise hatten wir den Gipfelbereich fast für uns allein, da die Eibseebahn nach Deutschland ab 16:30 Uhr nicht mehr fährt, die Tiroler Zugspitzbahn aber noch bis 21:30 Uhr Gäste ins Tal brachte. Ideal, so hatten wir genügend Zeit, den eindrucksvollen Blick zu genießen.

Das Gipfelkreuz war bei den Bedingungen nicht erreichbar

4-Länder-Panorama von der Gipfelplattform über die Alpen

Tiefster Punkt: Ehrwalder Alm (1.500 m)

Höchster Punkt: Zugspitzplatt Sonnalpin (2.600 m)

Höhenmeter: 1.100 m

Gelaufene Strecke: 10,9 km in 5,00 h (durchschnittliche Steigung 10,0 %)

Hütte/ Einkehr: Knorrhütte, Sonnalpin

Fazit: Wir haben die Komfortvariante gewählt und haben die ersten Höhenmeter mit der Seilbahn auf die Ehrwalder Alm zurückgelegt (etwa 1 h Gehzeit und 400 hm weniger). Von dort ist das Gehgelände zunehmend alpiner und vorm Gatterl kurz seilversichert. Ab hier liegen bis in den Sommer Altschneefelder, die teils steil sein können. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind notwendig. Ab der Knorrhütte war dann Stapfen über Schnee bis Sonnalpin angesagt. Im Sommer ist eine große Geröllhalde eher das Problem. An der Talstation auf dem Zugspitzplatt war dann Schluss, der Aufstieg zum Gipfel wegen Lawinen- und Steinschlaggefahr nicht möglich, so dass die Seilbahn genutzt wurde. Lohnend für alle, besser aber ab Juli.

29 Mai 2025

Grubigstein - 2.233 m - Vorbereitung für die Zugspitze

Bevor es morgen auf die Zugspitze gehen sollte, war doch etwas Höhenluft notwendig. Immerhin liegt Leipzig gerade einmal auf knapp über 100 m. Der Grubigstein war daher ein guter Einstieg. Von Lermoos kürzten wir auch mit der Seilbahn ab und begannen ab 1.300 m unseren Aufstieg.

Das wolkenverhangene Zugspitzmassiv gegenüber des Ehrwalder Talbodens

Ab der Mittelstation der Seilbahn steuerten wir zunächst die Grubigalm über eine Skipiste an. Insgesamt wählten wir heute eher leichte Wege, um für die morgige Zugspitze nicht zu erschöpft zu sein.


Von der Grubigalm liefen wir weiter zur Wolfratshauser Hütte und zur Grubighütte auf gut 2.000 m. Oberhalb der Gipfelstation wurde es etwas alpiner und wir zwängten uns durch einige Lawinenverbauungen, ehe der Weg kurz vorm Gipfelkreuz sich wieder sanfter über den Bergkamm zog.

Grubigstein (2.233 m)

Über den Grat könnte man noch weiter zur Gartnerwand ziehen

Den Einkehrschwung nahmen wir in der Wolfratshauser Hütte rückzu mit

Tiefster Punkt: Mittelstation Grubigsteinbahn (1.300 m)

Höchster Punkt: Grubigstein (2.233 m)

Höhenmeter: 933 m

Gelaufene Strecke: 13,1 km in 4,50 h (durchschnittliche Steigung 14,2 %)

Hütte/ Einkehr: Wolfratshauser Hütte

Fazit: Man kann zwischen Skipisten oder Waldwegen wählen, oder eben komplett mit der Seilbahn abkürzen. Es ist für jeden etwas dabei. Bei gutem Wetter ist der Blick sicherlich beeindruckender, aber auch wir konnten die mächtige Zugspitze sehen oder weit hinunter zum Fernpass schauen. Für den Einstieg und für Familien lohnend.



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Nachdem das Jahr 2026 gesundheitlich nicht gut gestartet war, sollte es aber trotzdem zur ersten größeren Ausfahrt mit den Drahteseln reiche...