29 Juni 2023

Deferegger Pfannhorn - 2.820 m - Ausklang der ersten Sabbatical-Etappe

Mit dem Bus (kostenlos in ganz Osttirol mit Gästekarte) ging es auf den Staller Sattel. Von dort erfolgte der Anstieg zum Hirschbichl (2.141 m) durch Almrosenwiesen. Im kärger werdenden Gelände in Richtung Pfannhorn ist über Blockhalden manchmal Orientierungssinn gefragt. Bei einem letzten Abzweig zum Gipfel ist ein teils steiler Pfad zu überwinden und kann bei Nässe unangenehm sein. Vom Gipfel des Pfannhorns kann man das gesamte Defereggental hinaus schauen, aber auch die zahlreichen umliegenden 3.000er bestaunen. Der Abstieg erfolgte über das Gsieser Törl (2.205 m) - einem alten Schmugglerpfad nach Südtirol - zur Blindisalm (1.894 m) und Alpe Stalle (1.714 m) zurück nach St. Jakob.

Start am Wanderparkplatz Staller Almbach, Grünbichl

Auf dem Hirschbichl, rechts oben das Deferegger Pfannhorn

Finaler Gipfelanstieg über teils steile Pfade

Das Gipfelkreuz auf dem Deferegger Pfannhorn

Panoramablick vom Gipfel, links das Defereggental und rechts das Gsieser Tal in Südtirol

Tiefster Punkt: St. Jakob in Defereggen (1.389 m)

Höchster Punkt: Deferegger Pfannhorn (2.820 m)

Höhenmeter: 1.431 m

Gelaufene Strecke: 16,5 km

Dauer: 6,5 h

Fazit: Insgesamt eine lohnende Tour mit entsprechender Kondition. Im oberen Bereich des Gipfels ist aber Trittsicherheit erforderlich, da hier der Weg steil und rutschig sein kann. Den Abstieg kann man auch abkürzen, in dem man über Gsieser Törl und Blindisalm nach Maria Hilf geht und von dort den Bus zurück nach St. Jakob nimmt.



27 Juni 2023

Großglockner - 3.798 m - König der Hochalpen

Der Großglockner ist der höchste Gipfel in Österreich. Mit einer Dominanz von 175 km bis zum Ortler in Südtirol gehört er zu den eigenständigsten Gipfeln in den Alpen. Der Aufstieg vom Parkplatz Lucknerhaus über Lucknerhütte (2.241 m), Stüdlhütte (2.801 m) und die Erzherzog-Johann-Hütte, auch Adlersruh (3.454 m), gilt heute als Normalweg. Ab dort beginnt die hochalpine Kletterei, die für Unerfahrene ohne Bergführer kaum zu bewältigen ist. Beispielsweise ist die Querung der oberen Glocknerscharte nicht zu unterschätzen, sie ist nur etwa 0,5 m breit und 8 m lang. Links und rechts geht es etwa 800 m in die Tiefe. Vom Gipfel aus kann man bei guter Sicht bis zu 240 km weit sehen.

Treff mit dem Bergführer an der Stüdlhütte

Auf dem Weg zur Adlersruh über das Ködnitzkees, im Hintergrund der Großglockner

Im finalen Gipfelanstieg, das Glocknerleitl

Auf dem Kleinglockner (3.770 m), dem vorgelagerten Gipfel

Das Gipfelkreuz des Großglockners

Schlüsselstelle im Anstieg, die obere Glocknerscharte

Früher Aufbruch ins Tal mit Neuschnee auf der Adlersruh

Tiefster Punkt: Lucknerhaus (1.920 m)

Höchter Punkt: Großglockner (3.798 m)

Höhenmeter: 1.878 m

Gelaufene Strecke: 20 km

Dauer: 9 h

Hütte/ Einkehr: Lucknerhaus am Start und Ende/ unterwegs Lucknerhütte, Stüdlhütte, Adlersruh

Fazit: nur für Erfahrene und NUR mit Bergführer, als Tagestour machbar, aber Empfehlung mit Übernachtung auf der Adlersruh oder Stüdlhütte, ein Muss aber für Jeden, der vielleicht mal höher hinaus will

26 Juni 2023

Eisseehütte - 2.521 m - mein Arbeitgeber im August

Über den Parkplatz Bodenalm erreicht man die Hütte recht entspannt am Ende des Timmeltals über eine Forststraße und weiter über einen Wanderweg in gut 2,5 h. Die Hütte bietet 33 Schlafplätze und ist Ziel zahlreicher Tourengeher des Venediger-Höhenweges, angelehnt an den Großvenediger (3.657 m), dem vierthöchsten Berg Österreichs. Im August 2023 habe ich die Ehre, hier mit im Team für die Bewirtung der Wanderer zuständig zu sein.

Die Bodenalm oberhalb von Prägraten am Großvenediger

Der Timmelsbach im gleichnamigen Tal

Blick von der Eisseehütte in das Timmelstal

Mit dem besten Vermieter in Osttirol unterwegs

Wasserreich gestaltet sich das Timmelstal

Werbung und Link: http://www.eisseehuette.at/

Tiefster Punkt: Parkplatz Bodenalm, Prägraten am Großvenediger (1.688 m)

Höchster Punkt: Eisseehütte (2.521 m)

Höhenmeter: 833 m

Gelaufene Strecke: 12 km

Dauer: 4 h

Fazit: Der Anstieg über die Forststraße bis zur Talstation der Materialseilbahn ist für alle machbar. Der weitere Pfad bis zur Eisseehütte ist etwas matschig, aber unschwierig. Ein lohnender Ausflug, der noch bis zum Eissee (+45 min) erweitert werden kann.

25 Juni 2023

Almerhorn - 2.986 m - auf Tuchfühlung mit den Riesenfernern

Das Almerhorn ist der östlichste Gipfel der Riesenferner-Gruppe, von der sich ein Großteil in Südtirol befindet. Vom Gasthaus Oberseehütte in der Nähe des Staller Sattels ging es über einen Waldweg schnell über die Baumgrenze. Von dort folgte der Weg mäßig ansteigend bis auf die Jägerscharte auf etwa 2.900 m. Unterhalb dieser Scharte sind Altschneefelder zu queren. Dort muss auch durch Steinschlaggefahr erhöhte Aufmerksamkeit gelten. Die letzten Meter zum Gipfel gestalten sich auf der Nordflanke unschwierig. Der Blick von oben reicht von Großglockner, Großvenediger, den Drei Zinnen bis zur Marmolata. Der mächtige Hochgall (3.436 m) dominiert aber hier das Bild.

Oberhalb der Vegetationsgrenze mit Blick ins Defereggental

Die Jägerscharte mit Altschnee, darüber rechts davon das Almerhorn

Kurz vorm Gipfel mit Tiefblick hinunter zum Obersee

Das Gipfelkreuz des Almerhorns

Blick vom Gipfel auf den Alpenhauptkamm

Tiefster Punkt: Oberseehütte (2.020 m)

Höchster Punkt: Almerhorn (2.986 m)

Höhenmeter: 966 m

Gelaufene Strecke: 8 km (durchschnittliche Steigung: 24,2 %)

Dauer: 4,25 h

Hütte/ Einkehr: Alpengasthof Obersee am Start und Ende/ unterwegs keine

Fazit: Gute Möglichkeit einmal in Richtung 3.000 m zu schauen, da auch schon hoher Ausgangspunkt mit über 2.000 m, Vorsicht vor Steinschlag und Altschnee in der Jägerscharte, sonst unschwierig.



22 Juni 2023

Klammljoch - 2.288 m - mit elektrischer Unterstützung

Schon lange wird das Klammljoch zwischen Süd- und Osttirol überquert. Wahrscheinlich wurde das Defereggental von hier aus von Südtirolern besiedelt. Von Erlsbach, dem letzten Talort führt eine mautpflichtige Straße hinauf nach Patsch, weiter zur Oberhausalm (letzte Parkmöglichkeit) und Seebachalm. Auf gut 2.000 m kann man sich in der Jagdhausalm noch einmal stärken. Von dort geht es über eine Schotterstraße hinauf zum Klammljoch, welches ich heute mit einem E-Bike erklommen habe.

Start in St. Jakob

An der noch jungen Schwarzach am Abzweig ins Patscher Tal

In Italien kurz unterhalb des Klammljochs

Die Jagdhausalm, ein von Südtirolern bewirtschaftetes Hüttendorf

Zurück über die Seebachalm

Tiefster Punkt: St. Jakob in Defereggen (1.389 m)

Höchster Punkt: Klammljoch (2.288 m)

Höhenmeter: 899 m

Gefahrene Strecke: 55,5 km

Dauer: 4 h

Hütte/ Einkehr: unterwegs Gasthaus Oberhaus, Jagdhausalm, Alpe Stalle

Fazit: Mit dem E-Bike eine lohnende Tour entlang der Schwarzach. Ansonsten kann man auch mit dem Auto mautpflichtig ab Erlsbach bis zum Oberhaus fahren und von dort aus laufen. Die Forststraße lässt beides ohne Probleme zu, wird aber zu Fuß ab Jagdhausalm recht lang bis zur Grenze nach Italien.



21 Juni 2023

Bloshütte - 1.800 m - einsam und entspannt durch's Zwenewaldtal

Bei sommerlichen Temperaturen sollte es heute entspannt zur - mittlerweile - unbewirtschafteten Bloshütte am Ende des Zwenewaldtals oberhalb von Hopfgarten gehen. Über eine Forststraße ist diese doch recht ziehend, aber unschwierig in etwa 2 1/2 Stunden zu erreichen. Über teils baumlose Abschnitte ist die Sonne hier der größte Feind. Durch Trockenheit, Windbruch und Befall des Borkenkäfers wird der Wald hier teils rigoros abgeholzt - ein Anblick wie aktuell im Harz.

Zwischen Almwiesen gemütlich ansteigend

Auch hier wird versucht, dem Borkenkäfer Einhalt zu gebieten

Aussichtspunkt über Hopfgarten

An der Bloshütte - wenn auch unbewirtschaftet - gekühltes Bier gibt es mit Vertrauenskasse aus einer Tränke

Blick zurück ins Zwenewaldtal

Tiefster Punkt: Hopfgarten in Defereggen (1.102 m)

Höchster Punkt: Bloshütte (1.800 m)

Höhenmeiter: 798 m

Gelaufene Strecke: 16,6 km

Dauer: 5,25 h

Fazit: Wenn man den Geigensee (+4 h hin und zurück) als Ziel hat, ist die (unbewirtschaftete) Bloshütte ein guter Zwischenhalt. Ansonsten ist die Wanderung über die Forststraße bis dorthin recht eintönig und vielleicht eine Alternative für wolkenreiche Tage.



20 Juni 2023

Edelweißspitze - 2.571 m - ein hochalpiner Spaziergang

Die Edelweißspitze ist der höchste befahrbare Punkt der Großglockner-Hochalpenstraße. Neben der Auffahrt existiert ein kurzer, aber knackiger Wanderweg zum Gipfel. Während des Baus der Straße 1933/1934 wurde kurzerhand beschlossen, hier hinauf eine Stichstraße zu errichten. Dabei wurde der ursprüngliche Gipfel um etwa 7 m abgetragen, damit ein Parkplatz errichtet werden konnte. Von oben eröffnet sich der Blick bis nach Zell am See mit dem Steinernen Meer und man kann natürlich die höchsten Gipfel der Hohen Tauern rund um den Großglockner bewundern.

Aussichtsturm auf der Edelweißspitze


Die kehrenreiche Auffahrt neben dem Wanderweg

Blick hinunter zur Großglocknerstraße

Tiefster Punkt: Restaurant Fuschertörl (2.430 m)

Höchster Punkt: Edelweißspitze (2.571 m)

Höhenmeter: 141 m

Gelaufene Strecke: 4 km

Dauer: 2 h

Fazit: Im Rahmen einer Fahrt auf der Großglockner Hochalpenstraße kann man am Fuschertörl das Auto auch mal stehen lassen und die letzten Meter auf die Edelweißspitze laufen. Das spart auch die Parkplatzsuche dort oben.

19 Juni 2023

Gasser Horn - 2.612 m - ein gemütlicher Gipfelsturm zum Einstieg

Das Gasser Horn (oder Hörndle) ist ein eher unscheinbarer Gipfel zwischen St. Jakob und St. Veit. Der Anstieg erfolgt über den Parkplatz am Restaurant "Schöne Aussicht" recht steil ansteigend über einen Waldweg. Oberhalb der Baumgrenze wird das Gelände flacher und man läuft über Almwiesen mäßig ansteigend bis zu einem Abzweig, von dem man zu den Gritzer Seen (etwa 1 h) weiter laufen kann. Der Pfad über die letzten 130 Höhenmeter auf den Gipfel ist unschwierig. Oben angekommen hat man einen guten Blick auf das komplette Defereggental.

Im Gipfelanstieg

Auf dem Gasser Horn mit Weitblick auf Panargenkamm und Lasörlinggruppe


Blick auf die Deferegger Alpen

Tiefster Punkt: Restaurant "Schöne Aussicht" (1.659 m)

Höchster Punkt: Gasser Horn (2.612 m)

Höhenmeter: 953 m

Gelaufene Strecke: 8,8 km

Dauer: 5 h

Hütte/ Einkehr: keine

Fazit: Erst steil, dann flach und ein toller Blick ins Tal. Wer die ersten 1,5 km im Wald überwindet, wird oberhalb der Baumgrenze mit Aussicht belohnt. Alternativ kann man auch zu den Gritzer Seen gehen und dann auf das Gritzer Horn (+1,5 h).



18 Juni 2023

Paragliding in den Alpen - der Start ins Sabbatical

Mit etwas Vorahnung ging es gleich am ersten Tag hoch hinaus über den Talboden über Matrei. Treffpunkt war die Talstation der Goldriedbahn, die Skifahrer normalerweise in das größte Skigebiet von Osttirol befördert. Auf etwa 2.000 m begannen die Vorbereitungen für dieses unvergessliche Abenteuer. Anlauf, kurzer Bodenkontakt und schon fliegt man. Einige Kurven später und voller Adrenalin gelang dann auch die Landung an der Talstation. Vielen Dank an Mama und Marvin für dieses Erlebnis.





Werbung und Link: https://www.flug-matrei.at/

Elbe-Radweg - 98 km von Bad Schandau nach Riesa

Nachdem das Jahr 2026 gesundheitlich nicht gut gestartet war, sollte es aber trotzdem zur ersten größeren Ausfahrt mit den Drahteseln reiche...