28 August 2023

Arbeiten auf der Eisseehütte - Impressionen von hier oben

Nun bin ich mittlerweile einen Monat auf der Hütte zum Arbeiten. Viele verköstigte Gäste, ebenso häufige Fragen nach dem Wetter, dem Weg, kleinere und größere medizinische Notfälle. Die Spanne ist groß zwischen Zimmerreinigung und Bierausschank. Hier ein paar Bilder.

Das Gartenhaus muss weg, denn das neue Mitarbeiterhaus bekommt im September noch das Fundament

Die Hütte, wie sie sich den Wanderern, von der Johannishütte kommend, zeigt

Abzweig für Abwasser gelegt, denn die Werkstatt braucht auch einen Abfluss

Das gemütliche Doppelzimmer mit Panoramafenster

Lager 3 "Eissee"

Der Gastraum nach der morgendlichen Reinigung

Es gibt kein schlechtes Wetter - auch beim Grillen, zur Not muss der Sonnenschirm herhalten

Abends bauten sich öfter gewaltige Ambosswolken auf, in denen es ordentlich blitzte, von der Terrasse umso beeindruckender anzusehen

Ein Gast mit riesigen Blasen wurde früh ins Tal geflogen

Selbst gebaute Schablone mit dem Logo der Hütte zum Verzieren des Tageskuchens

wahlweise auch mit Edelweiß


27 August 2023

Kreuzspitze - 3.164 m - Wettlauf mit dem Wetter

Der Wettergott kündigte einen Wechsel an. An meinem freien Tag musste es also zeitig los gehen. Diesmal stand die Kreuzspitze auf dem Plan, die hoch über der Sajathütte (2.575 m) thront. Ein tolles Gipfelkreuz, ein Stahlrahmen gefüllt mit Steinen, belohnt den Aufstieg. Die Aussicht ist durch die aufziehenden Regenwolken nicht ganz so toll gewesen. Trotzdem kann ich den nächsten 3.000er auf der Gipfelliste eintragen.

Kurz unterhalb der Zopetscharte helfen einige Stahlseile und Eisen beim Weiterkommen

Oberhalb des Schernerskopfes führt der Weg sandig in einigen Kehren zum Gipfel

Das Wetter zeigt schon langsam, was es vor hat (enorme Regenmengen und später dann Schnee)

Stabil gebaut und somit mal ein anderes Gipfelkreuz

Tiefster Punkt: Eisseehütte (2.521 m)

Höchster Punkt: Kreuzspitze (3.164 m)

Höhenmeter: 643 m

Gelaufene Strecke: 9 km (durchschnittliche Steigung: 14,3 %)

Dauer: 3,75 h

Hütte/ Einkehr: Eisseehütte am Start und Ende/ unterwegs keine

Fazit: Von der Eisseehütte führt der Weg auf die Zopetscharte (2.958 m), die im oberen Teil seilversichert ist. Von dort kann man über die Tulpspitze abkürzen (Achtung Klettersteigset sinnvoll). Ich entschied mich für die sichere Variante und bin von der Scharte etwas abgestiegen (250 Höhenmeter) und über einen ordentlich markierten Weg zum Gipfel hoch. Mit entsprechender Kondition ist die Kreuzspitze so gut zu erreichen.



20 August 2023

Weißspitze - 3.300 m - Panorama auf die weltalte Majestät

Heute ging es an meinem freien Tag zunächst auf das Wallhorntörl (3.045 m). Von dort bietet sich schon ein beeindruckender Blick auf den schnee- und eisgepanzerten Großvenediger (3.657 m), der weltalten Majestät. Ein unmarkierter Stieg, aber gut zu findender Pfad führt weiter zum Gipfel. Dort angekommen reicht der Blick weit in die Dolomiten weiter über Hochgall und den gesamten Alpenhauptkamm inklusive Großglockner. Abwärts ging es über Blockhalden noch über die Seewandspitze (3.024 m) zurück zur Eisseehütte.

Am Wallhorntörl zeigt sich der mächtige Großvenediger zum Greifen nah

Panoramabild auf die "Krone" mit 5 Dreitausendern - Hoher Zaun (3.451 m), Schwarze Wand (3.506 m), Rainerhorn (3.559 m), Hohes Aderl (3.506 m) und dem Finale Großvenediger (3.657 m), ganz rechts noch der Großglockner

Das neue, schön verzierte Gipfelkreuz der Weißspitze

Oberhalb vom Garaneberkees führt eine sandige Stelle hinauf zum Gipfel, hier kann es etwas rutschig sein

Das Gipfelkreuz der Seewandspitze, etwa 350 m tiefer liegt eingebettet in Moränen der Eissee

Tiefster Punkt: Eisseehütte (2.521 m)

Höchster Punkt: Weißspitze (3.300 m)

Höhenmeter: 779 m

Gelaufene Strecke: 7,9 km (durchschnittliche Steigung: 22,6 %)

Dauer: 3,5 h

Hütte/ Einkehr: Eisseehütte am Start und Ende/ unterwegs keine

Fazit: Bis Wallhorntörl unschwierig, von da kann bei Nässe der Gipfelanstieg gerade in einer steileren Sandpassage unangenehm und rutschig sein. Bei schönem Wetter ist die Weißspitze ein toller Aussichtsberg und kann bei entsprechender Trittsicherheit und Kondition begangen werden.



19 August 2023

Zopetspitze - 3.198 m - Sonnenaufgang über den Alpen

Früh morgens um 4 ging es von der Eisseehütte los, um pünktlich zum Sonnenaufgang auf der Zopetspitze zu stehen. Dabei leuchtete uns anfangs noch der beeindruckende Sternenhimmel den Weg in Richtung Zopetscharte. Der Weg dorthin ist schon dort mit Drahtseilen versichert. Im finalen Gipfelanstieg ist eine Schlüsselstelle zu überwinden, die fast senkrecht nach oben geht. Belohnt wird die Mühe mit einem beeindruckenden Blick über die Hohen Tauern mit den leuchtenden Gletschern des Großvenedigers.

Start mit Stirnlampe

Die Dämmerung gibt den Blick langsam auf die Silhouette der Alpen frei

Links der Großvenediger, dessen Gletscher als Erstes angestrahlt werden

Eisiger Wind pfeift über den Gipfel

Links der Sonne die Weißspitze (3.300 m) und rechts der Hexenkopf sowie Hoher Eichham

Tiefster Punkt: Eisseehütte (2.521 m)

Höchster Punkt: Zopetspitze (3.198 m)

Höhenmeter: 677 m

Gelaufene Strecke: 4,9 km (durchschnittliche Steigung 27,6 %)

Dauer: 3 h

Hütte/ Einkehr: Eisseehütte am Start und Ende/ unterwegs keine

Fazit: Bis zur Scharte ist der Weg machbar, wenn auch im oberen Teil versichert. Der Gipfelanstieg ist unmarkiert und mit seiner Schlüsselstelle nicht zu unterschätzen. Der Ausblick belohnt aber die Mühen. Ohne bergsteigerische Erfahrung ist hier kein Weiterkommen.



Elbe-Radweg - 98 km von Bad Schandau nach Riesa

Nachdem das Jahr 2026 gesundheitlich nicht gut gestartet war, sollte es aber trotzdem zur ersten größeren Ausfahrt mit den Drahteseln reiche...