23 Juli 2024

Gjeravica - 2.656 m - Top of Kosovo

Die letzte Etappe auf dem "Peaks of the Balkans" stand an. Genauer waren wir gar nicht mehr auf dem Trail, da der Gjeravica etwas abseits der Strecke liegt. Früh ging es über Almen vom Schäferdorf Doberdol auf einen Pass genau auf der Grenze zwischen Albanien und dem Kosovo. Dieser folgten wir einige Zeit und unterwegs luden immer kleine Seen zum Baden ein. Der Anstieg zum Gipfel war dann unschwierig, im Gipfelbereich sind ein paar Stellen, an denen man etwas aufpassen musste. Dies sollte aber in der Höhe bekannt sein. Der Rundumblick von hier entschädigte aber für den Anstieg bei hochsommerlichen Temperaturen.

Ein letzter Blick nach Albanien und Doberdol


Der Weg zum Gipfel führte über Bergwiesen, im letzten Teil war er etwas steindurchsetzt


Ziel erreicht, der höchste Punkt im Kosovo

Tiefster Punkt: Doberdol (1.750 m)

Höchster Punkt: Gjeravica (2.656 m)

Höhenmeter: 906 m

Gelaufene Strecke: 16,3 km in 6 h (durchschnittliche Steigung 11,2 %)

Hütte/ Einkehr: unterwegs keine

Fazit: Eine gelungene Tour mit der entsprechenden Krönung - dem Gjeravica - ging hier zu Ende. Der Berg ist kein Problem und wenn die Möglichkeit besteht und es der Guide im Rahmen des "Peaks of the Balkans" mit anbietet, dann sollte dieser Gipfel nicht fehlen, wenn man die Chance hat, auf dem höchsten Punkt eines Landes zu stehen. Ausreichend Wasser mitnehmen, unterwegs gibt es keine Quellen.


09 Juli 2024

Taljanka - 2.057 m - Ausblicke noch und nöcher

Wir blieben 2 Nächte in Vusanje und so stand am dritten Tag des "Peaks of the Balkans" ein wenig Entspannung und Genusswandern an. Von unserer Unterkunft wurden wir in ein Nebental nach Grebaje gefahren. Schon früh waren die Temperaturen sommerlich und die ersten Meter ging es durch einen schattigen Buchenwald. Oberhalb des Waldes teilte sich der Pfad zu einem herrlichen Panoramaweg auf und wir erklommen nach und nach verschiedene Vorgipfel, bis wir schlussendlich auf dem Taljanka standen, dem höchsten Punkt dieser Runde. Die Blicke reichten hier auf die imposanten Felswände des Veliki vrh (2.490 m) gegenüber und bis weit in die Bergwelt von Montenegro, was auf deutsch übrigens übersetzt "Schwarzer Berg" heißt.

Der Weg durch den Wald spendete beim Auf- und Abstieg Schatten

Auf gut 1.900 m gab es immer Möglichkeiten, die Umgebung zu erkunden

Links der Taljanka war das Ziel dieser Runde

Wenn es kein Gipfelkreuz gibt, dann bauen wir eben eins aus Trekkingstöcken

Tiefster Punkt: Grebaje (1.000 m)

Höchster Punkt: Taljanka (2.057 m)

Höhenmeter: 1.057 m

Gelaufene Strecke: 11 km in 5 h (durchschnittliche Steigung 19,2 %)

Hütte/ Einkehr: unterwegs keine

Fazit: Die Runde ist echt zu empfehlen. Auch wenn man sich "nur" auf 2.000 m befindet, so hat man immer eine neue Perspektive auf die Bergwelt. Der Weg ist kein Problem, sollte trotzdem nicht unterschätzt werden, er ist an manchen Stellen doch steil und sandig, so dass auch hier Trittsicherheit erforderlich ist. Auch unserer Gruppe ereilte beim Abstieg ein Unfall, welcher mit einem abendlichen Krankenhausbesuch und anschließendem Rücktransport nach Deutschland endete - Diagnose gebrochenes Sprunggelenk.

Hier hatte mich beim Abstieg kurzzeitig das GPS verlassen, deswegen fehlt etwa 1 km


07 Juli 2024

Hajla - 2.403 m - auf dem Grat zwischen dem Kosovo und Montenegro

Das Abenteuer "Peaks of the Balkans" begann gleich sportlich. Der Weg führt durch das Dreiländereck Kosovo - Montenegro - Albanien und ist seit 2012  ein auf 10 Tagesetappen ausgelegter 192 km langer Trail. Dabei kann als Option immer ein Berg mit eingebaut werden. Der Hajla war somit der erste Gipfelsturm. Er liegt genau auf der Grenze zwischen dem Kosovo und Montenegro. Frisch gestärkt ging es früh vom Gasthaus "Ariu" in Reka a Allages durch Wälder und über Wiesen auf den Gipfelgrat, wo man einen ersten beeindruckenden Rundumblick auf die Albanischen Alpen hatte. Der Abstieg erfolgte in einer kleinen Umrundung des Gipfel in Richtung Drelaj, wo wir im Gasthaus "Shqiponja" die erste Etappe ausklingen lassen haben.

Immer wieder ging es über Wiesen- und Waldwege

Ab der Hälfte des Aufstiegs zeigte sich der Gipfelaufbau


Unschwierig war der Gipfelgrat, Trittsicherheit ist trotzdem erforderlich

Ein Wegweiser markierte den höchsten Punkt, Gipfelkreuze sind hier nicht üblich

Tiefster Punkt: Drelaj (1.100 m)

Höchster Punkt: Hajla (2.403 m)

Höhenmeter: 1.303 m

Gelaufene Strecke: 15,5 km in 6,25 h (durchschnittliche Steigung 16,8 %)

Hütte/ Einkehr: unterwegs keine

Fazit: Für den Einstieg in den "Peaks of the Balkans" war die erste Etappe doch fordernd, wenn auch weniger technisch, ging es eher bei den Temperaturen um Ausdauer. Hier gilt es genügend Wasser dabei zu haben. Mit unserem einheimischen Guide waren wir hier aber bestens vorbereitet. Als Belohnung hat man vom Gipfel einen guten Rundumblick auf die recht unbekannte Bergwelt im südwestlichen Balkan.



Elbe-Radweg - 98 km von Bad Schandau nach Riesa

Nachdem das Jahr 2026 gesundheitlich nicht gut gestartet war, sollte es aber trotzdem zur ersten größeren Ausfahrt mit den Drahteseln reiche...