29 August 2026

Frühmesser - 2.233 m - Höhenwandergebiet vom Feinsten

Da ich das Pinzgau kaum kenne und ich auch andere Ecken von Österreich erkunden möchte, verbringe ich nun 2 Wochen hier ganz entspannt. Da kann es auch mal die Seilbahn nach oben sein. Oben in der Wildkogelarena gibt es ein schönes Wandergebiet. Etwas abseits der Touristenströme schaut der Frühmesser als höchster Punkt auf der Skigebiet. Von der Bergstation ist ein Rundweg gut ausgeschildert, der mit 2,5 Stunden Gehzeit angegeben ist. Anfangs marschiert man noch über Skipisten, dann führt ein angenehmer Pfad zum Gipfel.

Das Gipfelkreuz auf dem Frühmesser

Ausgangspunkt ist die Bergstation der Wildkogelbahn, mittig der Frühmesser

Auf dem Braunkogel kurz vorm Ziel, darunter das Skigebiet

Blick nach Norden

Beim Abstieg zurück zur Seilbahn

Tiefster Punkt: Herrensteigscharte (1.974 m)

Höchster Punkt: Frühmesser (2.233 m)

Höhenmeter: 269 m

Gelaufene Strecke: 8,0 km in 2,25 h (durchschnittliche Steigung 6,7 %)

Mögliche Hütte/ Einkehr: Bergrestaurant Wildkogelbahn

Fazit: Sehr ruhig an einem Samstag. Man startet bereits auf 2.000 m. Als spontaner Ausflug zu empfehlen. Schöner Blick auf den Alpenhauptkamm.


27 August 2026

Kitzsteinhorn - 3.203 m - mit der Seilbahn bis unter den Gipfel, aber dann...

war klettern angesagt. Aber zunächst von vorne. Eigentlich sollte es nach Saalfelden zu einer Bekannten gehen. Da dort aber erst 18 Uhr Treffen war, bog ich noch einmal nach Kaprun ab. Hier war ich vor gut 4,5 Jahren zum Skifahren und habe dabei ein halbes Kreuzband eingebüßt. Zunächst lies ich mich gemütlich mit der Seilbahn bis auf 3.000 m bringen - zur Aussichtsplattform "Top of Salzburg". Von hier führt ein gesicherter Steig mit Stahlseilen bis auf den Gipfel. Steil geht es von hier die letzten 200 m hinauf. Trittsicherheit war also gefragt. So kam ich doch noch unverhofft zum nächsten 3.000 er. Leider war der Blick etwas durch Saharastaub getrübt. Weiter ging es nach Zell am See und zum Abendessen nach Saalfelden.

Helm war die bessere Wahl, zu viel Leute waren auf dem Steig unterwegs

Am Alpincenter - dem "Gletscher"-Skigebiet herrschte reges Treiben, links oben das Kitzsteinhorn

Gipfelplattform "Top of Salzburg"

Bis zum Gipfel ging es gesichert über Stahlseile

Ein Klettersteig führte zum Gipfel

Etwas trüb der Blick, links Großglockner, rechts im Dunst der Großvenediger

Tiefster Punkt: Aussichtsplattform "Top of Salzburg" (3.029 m)

Höchster Punkt: Kitzsteinhorn (3.203 m)

Höhenmeter: 174 m

Gelaufene Strecke: 0,5 km in 1,5 h (durchschnittliche Steigung 34,8%)

Mögliche Hütte/ Einkehr: entlang der Seilbahnen genügend vorhanden, wer es braucht

Fazit: Festes Schuhwerk, Helm, dünne Handschuhe für die Stahlseile und wer braucht ein Klettersteigset. Es ist steil von der Plattform weg, aber es ist eine breite Trittspur vorhanden. Bei trockenem Wetter gut machbar. Die vielen Touristen stauen sich aber an manchen Stellen am Steig. Für Kurzentschlossene geeignet, da die Seilbahn bis auf 3.000 m geht.

23 August 2026

Eisseehütte 2.0 - wieder 8 Wochen Schaffen auf über 2.500 m

Bereits 2023 hatte ich die Möglichkeit, dass ich 4 Wochen auf einer Berghütte arbeiten konnte. Der Kontakt nach Osttirol ist bestehen geblieben und so verbrachte ich diesmal gut 2 Monate wieder auf der Eisseehütte. Mit 34 Betten verteilt auf 3 Lager und 3 Zimmer liegt die Hütte am Venediger-Höhenweg.

Zunächst möchte ich Markus und Bianca vielen Dank sagen, dass ich wieder Teil des Teams sein durfte. Auch ein großes Lob an Peni und Ongchhu für die super Verpflegung aus der Küche und zu guter Letzt liebe Grüße an das diesjährige Hüttenteam Marina aus Grötzingen, Leonie aus Kißlegg, Patrick aus Dresden, Klaus aus Wien, Dagmar aus München, Mario, Julian, Rafael aus Prägraten a.G. und Lisa aus Zschopau - es war eine tolle Zeit mit euch.

Neben dem "normalen" Arbeitsalltag wie die tägliche Reinigung der Zimmer, Lager, Toiletten oder Dusche, der Bewirtung der Tages- und Übernachtungsgäste und der Unterstützung in der Küche gibt es auf der Hütte immer nebenbei etwas zu tun - Hühner füttern und Eier einsammeln, die Seilbahn mit ausräumen, Instandhaltungsarbeiten aber auch kleinere Umbauten oder Projekte in der gesamten Hütte. Die Arbeit ist damit sehr abwechslungsreich. Hier habt ihr ein paar Eindrücke der vergangenen Wochen dort oben.

Die Eisseehütte rechts aus der Adlerperspektive und neuem Personalhaus links

Von links: Marina, Ongchhu, Peni, Leonie, Bianca, Markus

Abschiedsbild mit mir - von links: Ongchhu, Leonie, Dagmar, Lisa, Peni, Markus, Rafael, Bianca

Blick von der Terrasse ins Timmeltal

Die Hütte von der Bergstation der Materialseilbahn

Die Belieferung erfolgt über eine Fahrstraße bis 2.100 m, die letzten 400 m geht es mit der Seilbahn weiter

Mit einem Raupenfahrzeug wird das Material dann zur Hütte gebracht

Frische Eier direkt von 8 glücklichen Berghühnern

Pause auch für Hüttenkatze Nacho

Seit 2 Jahren haben alle Mitarbeiter ein eigenes Zimmer im neuen Personalhaus - purer Luxus

Nepalesische Momos - gefüllte Teigtaschen - wahlweise mit Fleisch oder vegetarisch

Tageskuchen

Vorbereitung für das Abendessen

Sajathütte, Besuch bei unseren Nachbarn am freien Tag

Sternenhimmel abends vorm Personalhaus

Wer einmal auf der Eisseehütte arbeiten möchte, kann sich ganz einfach über die Homepage bewerben. Bianca wird sich bei euch melden. Alle Informationen findet ihr unter folgendem Link

08 August 2026

Hinterer Seekopf - 3.234 m - über weglose Gesteinswüsten am arbeitsfreien Tag

Der Hintere Seekopf ist ein eher untergeordneter und damit wenig bekannterer Berg in der Venedigergruppe - von der Eisseehütte ist er aber in gut 2 Stunden zu erreichen. Zudem ist er über 3.000 m hoch und mit einem neuen Gipfelkreuz verziert - ein lohnendes Ausflugsziel also am freien Tag. Bis zum namensgebenden der Hütte - dem Eissee - und weiter unterhalb der Seewandspitze führt zunächst ein markierter Pfad, ab dort finden sich nur noch einzelne Steinmannerl und zeigen den Weg zur Seekopfscharte, dem Übergang zur Badener Hütte. Orientierung und Trittsicherheit ist gefragt, der nicht mehr vorhandene Gletscher hat eine Geröllhalde hinterlassen. Ansonsten ist dieser Gipfel mit entsprechendem Schuhwerk kein Problem. Der Blick zur benachbarten Weißspitze (3.300 m), dem Großvenediger (3.657 m) und der tiefer gelegenen Badener Hütte beeindruckt dann allemal.

Gipfelrast unter dem Kreuz



Blick zum Großvenediger - dem vierthöchsten Berg Österreichs

Orientierung ist im unmarkierten Gelände notwendig

Rückzu gab es noch eine Pause am Eissee

Tiefster Punkt: Eisseehütte (2.521 m)

Höchster Punkt: Hinterer Seekopf (3.234 m)

Höhenmeter: 713 m

Gelaufene Strecke: 8,9 km in 4,0 h (durchschnittliche Steigung 8,0 %)

Mögliche Hütte/ Einkehr: Eisseehütte am Anfang/Ende

Fazit: Wunderbare Tour in die Welt der 3.000er, mit etwas Orientierung im weglosen Gelände sollten hier keine Probleme auftreten. Vorher auf der Hütte informieren. Ordentliches Schuhwerk ist Pflicht.




Großvenediger - 3.657 m - endlich auf der weltalten Majestät

Von fast allen vorher erreichten Gipfelkreuzen habe ich den mächtigen Großvenediger gesehen. Mit seinem weithin sichtbaren Gletschern ist di...