08 September 2026

Großvenediger - 3.657 m - endlich auf der weltalten Majestät

Von fast allen vorher erreichten Gipfelkreuzen habe ich den mächtigen Großvenediger gesehen. Mit seinem weithin sichtbaren Gletschern ist dieser Gipfel zu einem Sehnsuchtsberg geworden und so bestand der Wunsch, dass ich alle Berge auf einmal von hier oben sehe, auf denen ich bisher stand. Immerhin ist der Großvenediger der vierthöchste Berg Österreichs. So ging es zunächst vom Wanderparkplatz in Hinterbichl zur Johannishütte (2.121 m) und immer aufwärts zum Defreggerhaus (2.962 m). Hier habe ich eine Nacht geschlafen. Von hier ging es eine kurze seilversicherte Passage hinab zum Mullwitzkees und hoch zum Rainertörl. Der leuchtende, schneebedeckte Gipfelgrat zeigte sich hier zum ersten Mal. Über unzählige aufgerissene Gletscherspalten schoben wir uns in 2 Seilschaften weiter hinauf zum ersehnten Gipfelkreuz. Vielen Dank an unsere beiden Guides, die uns hier sicher hoch und wieder runter brachten.

Das instandgesetzte Gipfelkreuz ohne Aufkleber

Beim Aufstieg an der Johannishütte, das Ziel im Hintergrund

Das Defreggerhaus auf 2.962 m, Nachtdomizil

Beim Ab- und Aufstieg am Gletscher musste etwas geklettert werden

Tiefe und hungrige Spalten


Am Rainertörl auf etwa 3.400 m

Blick vom Gipfel

Zurück am Defreggerhaus

Tiefster Punkt: Wanderparkplatz Johannishütte (1.480 m)

Höchster Punkt: Großvenediger (3.657 m)

Höhenmeter: 2.177 m

Gelaufene Strecke: 22,2 km in 10,25 h (durchschnittliche Steigung 19,6 %)

Mögliche Hütte/ Einkehr: Johannishütte, Defreggerhaus

Fazit: Bergführer bei der Spaltensituation ist verpflichtend. Und auch Übernachtung auf dem Defregger Haus ist zu empfehlen, als Tagestour einfach zu lang. Oben hat man einen überwältigenden Blick auf die Alpen. Wer einen Einstieg in alpine Hochtouren sucht, der ist am Großvenediger genau richtig.




06 September 2026

Hochkreuzspitze - 2.739 m - Vorbereitung auf den Großvenediger

Nachdem ich im Pinzgau zwei fußfaulere Wochen verbracht habe, vor allem in der Höhe, sollten heute die roten Blutkörperchen noch einmal Samba tanzen. Die Tour auf die Hochkreuzspitze sollte auch als Vorbereitung auf den Großvenediger (3.657 m) dienen, den ich in 2 Tagen als krönenden Abschluss meiner Zeit in Österreich angehen möchte. Am Skizentrum in St. Jakob habe ich mir ein E-Bike ausgeliehen und fuhr gut 700 Höhenmeter hinauf zur Hinteren Stalle (2.040 m) . Von hier geht es zunächst über eine teils zugewachsene Spur hinauf zur Hochkreuzspitze. Die Wegfindung ist damit anfangs etwas schwierig. Oben angekommen bietet sich ein fantastischer Ausblick auf die Bergwelt. Die Mühen bei über 25 Grad im Tal haben sich also gelohnt.

Das mächtige hölzerne Gipfelkreuz mit den Dolomiten im Hintergrund


Blick zum Alpenhauptkamm

Bis kurz unter den Gipfel sind sogar Stufen in den Weg gehauen

Umstieg auf über 2.000 m auf den motorisierten Drahtesel

Tiefster Punkt: Hintere Stalle (2.040 m)

Höchster Punkt: Hochkreuzspitze (2.739 m)

Höhenmeter: 699 m

Gelaufene Strecke: 6,3 km in 2,50 h (durchschnittliche Steigung 22,2 %)

Mögliche Hütte/ Einkehr: Alpe Stalle

Fazit: Mit dem E-Bike zur Hinteren Stalle fahren, alleine das sind schon 10 km und 700 Höhenmeter. Dann geht es zu Fuß weiter. Anfangs ist etwas Orientierung notwendig, da die Markierungen von unten schwierig zu sehen sind. Empfehlung vorher die App "Alpenvereinaktiv" runterladen. Die Karte funktioniert auch offline. Als Tagestour ohne das E-Bike schon grenzwertig. Aber oben ein super Blick auf die Dolomiten, die Riesenfernergruppe und den Alpenhauptkamm und riesiges Gipfelkreuz.



03 September 2026

Krimmler Wasserfälle - 1.070 m bis 1.460 m - tosende Naturgewalten

Im hintersten Pinzgau donnert die Krimmler Ache über 3 Stufen insgesamt 380 m zu Tale. Das Ergebnis sind die höchsten Wasserfälle Österreichs. Mit dem Bus, den man über die zu zahlende Kurtaxe kostenlos nutzen kann, ging es also nach Krimml. Nebeneffekt hier dann, man ersparte sich die Gebühren auf den riesigen Parkplätzen. Die Touristenmassen zogen sich dann recht schnell auseinander. Der Weg hinauf zum "Oberen Hafen" war zwar durchweg breit und gut angelegt, aber teils steil. Auf den gut 3,5 km mussten dann doch 400 Höhenmeter überwunden werden. Für einige Besucher war das dann doch recht überraschend.

Der obere Achenfall

Blick vom Oberen Hafen hinunter nach Krimml

Die Krimmler Ache fließt oberhalb der Wasserfälle noch gemächlich vor sich hin

Unterer Achenfall, wo noch am meisten los gewesen ist

Tiefster Punkt: Kürsinger Platz (1.070 m)

Höchster Punkt: Oberer Hafen/Oberer Achenfall (1.460 m)

Höhenmeter: 390 m

Gelaufene Strecke: 7,0 km in 2,00 h (durchschnittliche Steigung 11,1 %)

Mögliche Hütte/ Einkehr: Kiosk am Mittleren Achenfall oder am Eingang unten

Fazit: Steil im Anstieg, ordentliches Schuhwerk tragen. Mit dem Bus anreisen. Für Alpenvereinsmitglieder gibt es noch 50 % Ermäßigung - 4,50 € kostet damit der Eintritt. Als Tagesausflug unter der Woche sicherlich eine Empfehlung.

Habe nur runterzu aufgezeichnet

01 September 2026

Hintertuxer Gletscher - 3.250 m - Bootfahren im "ewigen" Eis

Am Fuße des Olperers, mit 3.476 m der zweithöchste Berg der Zillertaler Alpen, schiebt sich der immer noch mächtige Tuxer Ferner ins Tal. Im Jahr 2007 entdeckte man hier zufällig eine unter dem Eis in einer Gletscherspalte verborgene Höhle. Man machte sie nach und nach mit Seilen und Gummimatten touristensicher. Hier herrschen ganzjährig angenehme 0 Grad. Auch weil der Gletscher hier kaum bergab fließt und der noch vorhandene Permafrost wenig Bewegung des Berges zulässt, ist dieser Natureispalast entstanden. Somit lässt sich ein weltweit einmaliges Naturschauspiel direkt im Gletscher erleben - bis hin zur kurzen Bootsfahrt auf über 3.200 m Höhe. Diese Möglichkeit wollte ich mir bei zurückweichenden Gletschern nicht entgehen lassen, mal schauen, wie lange das so noch existiert.


Die Perspektive täuscht etwas, eng geht es teilweise zu



Bootsfahrt auf über 3.200 m Höhe

Typisch heute, der Gletscher wird mit Matten abgedeckt

Fazit: Wie in allen Wintersportorten wird heute auch was für den Sommertourismus angeboten, um Geld in die Kassen zu bekommen. Mag man halten davon, was man will. Ab 11:45 Uhr kann man übrigens vergünstigt (Stand 2026 für 47,00 €) bis ganz nach oben zur Gefrorenen Wand auf 3.250 m fahren. Der Eintritt in den Natureispalast kostet dann nochmal 39,00 €. In der Höhle dann bitte keine Platzangst haben, teilweise muss man auch geduckt laufen. Wichtig: warme Kleidung und ordentliches Schuhwerk tragen. Viele laufen hier mit Turnschuhen oder Sneakers herum, weil sie eben die Seilbahn bis in alpine Höhen bringt.

Großvenediger - 3.657 m - endlich auf der weltalten Majestät

Von fast allen vorher erreichten Gipfelkreuzen habe ich den mächtigen Großvenediger gesehen. Mit seinem weithin sichtbaren Gletschern ist di...